Vobot Smart Alarm Clock

Testbericht: Der smarte Wecker mit Amazon Alexa und LED Dot-Matrix Display

23. Okt
Vobot Smart Alarm Clock

Wir durften die Vobot Smart Alarm Clock testen mit Alexa auf Herz und Nieren testen. Lest hier unseren Erfahrungsbericht mit dem smarten Wecker.

Das Gerät wurde uns freundlicherweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt, dafür an dieser Stelle noch einmal vielen Dank. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf unsere Bewertung.

Verpackung und Lieferumfang

Der Wecker wird in einem stabilen Pappbox geliefert. Mit dabei sind neben dem Gerät an sich ein langes und stabiles Micro-USB Kabel und ein englischer “Welcome Guide”. Generell kann ich hier schonmal vorweg nehmen: wer wenig bis gar kein Englisch kann und wenig Lust auf ausprobieren hat sollte sich den Kauf zumindest zum heutigen Zeitpunkt zweimal überlegen. Ich habe allerdings keine Probleme damit und sehe dies auch nicht als Problem an.

Das Gehäuse des Weckers ist aus hochwertig wirkendem schwarzen Plastik mit goldener Verzierung am Rand.Oben sieht man die Löcher für den eingebauten Lautsprecher sowie die Markierung der Touch-Taste, womit man die Spracherkennung aktiviert. Der Wecker ist 90 x 90 x 74 mm groß. Ein dediziertes Ladegerät fehlt, wie es heutzutage bei Gadgets üblich ist. Ich habe auf meinem Nachttisch ein USB Ladegerät mit mehreren USB-Steckplätzen liegen, sodass ich die Uhr direkt anschließen und laden konnte.

Einrichtung

Nach dem ersten Anschalten geht die Uhr direkt in den Setup Modus. Nach dem hochfahren erscheint auf dem LED-Display ein WiFi-Symbol, welcher sagt, dass das Gerät bereit für die Einrichtung ist.

Der Welcome Guide enthält einen QR-Code, mit welchem man im Browser auf dem Smartphone zur Einrichtungsseite https://myvobot.com/ geleitet wird. Hier kann man nach der Anmeldung über Amazon direkt mit dem Einrichten des Weckers beginnen. Der gesamte Prozess ist auf Englisch, bis auf ein paar Kleinigkeiten jedoch selbsterklärend. Man kann sich auch eine App fürs Smartphone herunterladen, der Aufbau gleicht sich jedoch mit der oben genannten Website.

Nun wird man gebeten, sein Handy mit dem Netzwerk, welches nun vom Wecker ausgestrahlt wird, zu verbinden. Dies funktionierte auch problemlos.

Danach sucht das Gerät selbst nach vorhandenen WLAN-Netzen, welche nun auf der Einrichtungsseite angezeigt werden.

Nachdem man das richtige Netzwerk ausgewählt und das Passwort eingegeben hat, wählt man eine Zeitzone aus. Diese kann auf der Seite nur für das Gerät eingestellt werden, weshalb man in der Alexa App die richtige Zeitzone für Alexa auswählen muss.

Danach werden Beispielsprachbefehle auf englisch angezeigt, und auf ein Firmware-Update hingewiesen. Der Wecker soll hierfür neu gestartet werden, danach startet man das Update einfach mit einem Klick auf den Button auf der Einrichtungsseite.

Ist dies erledigt, ist die Grundeinrichtung abgeschlossen. Hierbei gab es keine Probleme, alle Schritte haben wie erwartet funktioniert. Das Gerät kann nun verwendet werden.

Weitere Einstellungen und LED-Anzeige

Unter https://myvobot.com/ können sämtliche Einstellungen geändert werden. Auch hier sind Englischkenntnisse von Vorteil. Neben Buttons zum Steuern von Spracherkennung und Lautstärke sieht man auch alle eingestellten Wecker und Timer.

Im Menüpunkt Settings sieht man Informationen zum Gerät und kann weitere Einstellungen vornehmen. Hier kann man direkt zur 24-Stunden Anzeige der Uhr wechseln. Auch die automatische Helligkeitsregelung über den eingebauten Umgebungslichtsensor kann hier aktiviert werden.

Zudem lässt sich die Anzeigedauer von sämtlichen Elementen auf dem LED-Matrix Display einstellen. Zur verfügung stehen Zeit, Datum, Wochentag, Akkustatus, kombinierte Anzeigen sowie eine Weltuhr und die aktiven Wecker. Läuft eine Medienwiedergabe, können zudem Informationen wie Titel, Interpret und Album des Songs angezeigt werden. Auch das Frequenzspektrum und die Lautstärke der Wiedergabe können angezeigt werden.

Die Anzeige von Monat und Wochentag war zu Beginn nur auf englisch verfügbar. Im Testzeitraum wurde ich jedoch auf ein weiteres Firmwareupdate hingewiesen. Nach diesem werden diese nun auch auf deutsch angezeigt. Dies zeigt, dass Vobot aktiv an Verbesserungen arbeitet und der Wecker Fehlerbehebungen und neue Funktionen bekommt. Das gefällt mir sehr gut.

Generell kann ich sagen, dass die Anzeige für das vorgesehene Einsatzgebiet als Wecker sehr gut geeignet ist. Nachts wird die Helligkeit des Displays automatisch heruntergeregelt, sodass man zwar die Uhrzeit erkennen kann, es aber nicht zu hell leuchtet. Die Anzeige lässt sich genau nach den eigenen Bedürfnissen konfigurieren, sodass hier jeder zufrieden gestellt werden sollte.

Weckfunktionen

Das Gerät unterstützt alle Weckerfunktionen die man sich wünscht. Einmalige oder sich an bestimmten Tagen wiederholende Wecker können ganz einfach per Sprachsteuerung aktiviert und angepasst werden. Über die Frage “Welche Wecker sind gestellt?” oder die Website bzw. App kann man seine eingestellten Wecker überprüfen.

Hier kann auch der Weckton, die Dauer und die ansteigende Lautstärke verändert werden. Da ich jeden Tag zu einer anderen Zeit aufstehen muss, empfinde ich das Stellen des Weckers per Sprachbefehl als sehr praktisch. Auch die langsam ansteigende Lautstärke des Weckers ist sehr angenehm, im Gegensatz zum nervenden Piepton meines alten Weckers.

Sprachsteuerung mit Alexa

Ich finde es schade, dass die Spracherkennung nicht mit einem Zuruf von “Alexa” aktiviert werden kann. Diese Funktion wurde im Changelog des Updates jedoch als bekanntes Problem aufgeführt, also wird hier eventuell noch dran gearbeitet. Auch eine Anzeige von Wetterinformationen soll anscheinend noch implementiert werden.

Leider kann keine Musik über Spotify abgespielt werden. Bei der Frage erhält man nur die Antwort, dass Spotify auf dem Gerät nicht unterstützt wird. Soweit ich weiß, liegt das aber an Amazon und Alexa selbst, hieran kann Vobot selbst nichts ändern.

Ansonsten lässt sich Alexa nach dem Berühren der Touch-Taste auf der Oberseite aber ganz normal zu allen möglichen Dingen befragen. Hier werde ich nicht näher drauf eingehen, denn Informationen hierzu findet man genug an anderen Stellen im Internet. Die Spracherkennung über das eingebaute Mikrofon funktioniert aber einwandfrei.

Soundqualität

Der eingebaute 5W-Lautsprecher klingt für die Größe in Ordnung, für einen Wecker auf jeden Fall ausreichend. Auf der höchsten Lautstärke macht er auch ordentlich Lärm. Zur Wiedergabe von Musik über Prime Music, Unlimited oder Internetradio über TuneIn kann das Gerät per normalen Klinkenkabel an externe Boxen oder eine Anlage angeschlossen werden. Dabei erweist sich der eingebaute Akku als sehr praktisch.

Die Lautstärke kann per Sprachbefehl oder über die Taster auf der Hinterseite angepasst werden. Auch eine Mute-Taste zum Stummschalten und zur Deaktivierung des Mikrofons ist vorhanden.

Der Ton im folgenden Video wurde mit einem Mikrofon direkt vom integrierten Lautsprecher abgenommen:

Akkuleistung

Zur Leistung des Akkus kann ich nicht viel sagen, da der Wecker bei mir immer am Strom hängt. Leider habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, den genauen Ladezustand zu erfahren. Nur beim Anschließen oder Trennen der Stromversorgung sowie bei vollem oder fast leerem Akku wird eine Meldung auf dem Display angezeigt.

Auch vom Hersteller habe ich keine Angaben zur durchschnittlichen Akkulaufzeit gefunden. Mit 1800mAh ist der Akku jedoch ausreichend groß und sollte einige Zeit halten. Eine Wiedergabe von Musik auf normaler Zimmerlautstärke (circa Stufe 6) hat das Gerät für mehrere Stunden durchgehalten.

Fazit

Ich empfinde den Wecker als sehr praktisch, meinen in die Jahre gekommenen Wecker hat die Vobot Smart Alarm Clock auf jeden Fall abgelöst. Einziges Manko ist für mich die fehlende Aktivierung über das Hotword “Alexa”, auch weil die Touch-Taste sporadisch nicht auf meine Berührung reagiert. Ein paar kleine “Kinderkrankheiten” hatte das Gerät noch, diese wurden und werden aber nach und nach mit Firmware-Updates behoben.

Bei Amazon ist der Preis aktuell von 60€ auf 45€ gefallen. Bei diesem Preis ist der Wecker auf jeden Fall eine Überlegung wert, wenn man mit der englischen Benutzeroberfläche zurecht kommt.

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